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Teamwork in luftiger Höhe


06. September 2014

Zwischen idyllischen Weinhängen im Ahrtal nahe Bad Neuenahr-Ahrweiler stellten die Rotkreuzhelfer der DRK Bereitschaft Bonn-West ihre Teamfähigkeit und gegenseitiges Verantwortungsbewusstsein in über 30 Meter Höhe unter Beweis

Am vergangenen Samstag ergriffen 15 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Bereitschaft Bonn-West, Duisdorf aus dem DRK Kreisverband Bonn die Chance, um im in luftiger Höhe im Kletterpark ihre körperlichen und geistigen Grenzen auszuloten. Nach einer ausführlichen Einweisung in das Material, bestehend aus dem Klettergeschirr, sowie einem Helm, etlichen Karabinern, Seilschlaufen und den Verhaltensregeln im Kletterbereich, erklommen bereits die eifrigsten und ehrgeizigsten Helfern die Sprossen, um in 4 Meter Höhe den Parcours zu überwinden. Seilkonstruktionen, wacklige Brücken, Leitern, Gummireifen und ein Abgrund mussten erklommen, geschickt beklettert und mit Unterstützung und viel Zuruf vom Boden, überwunden werden.

Während ein Helfer oben kletterte, sicherten mindestens zwei, oder drei weitere Helfer ihren Kollegen, indem sie das Sicherungsseil in einem speziellen Vorgang nachführten und das Gewicht ausreichend gut verteilten. Unter dem wachen und geschulten Blick der zwei Trainer, konnten einige Helfer auch die etwas gewagteren Elemente im Kletterpark in 8 Meter Höhe besteigen. Hier war nicht nur körperliches Geschick, sondern auch mentale Überwindungskraft gefragt. Belohnt wurden die Helfer mit einem herrlichen Blick über das malerische Bad Neuenahr-Ahrweiler mit seinen Weinhängen und dem historischen Stadtkern.

Während ein Teil der Rotkreuzhelfer das anschließende gemeinsame Abendessen vom Grill vorbereitete, begann für höhenfesten und entschlossenen Helfer der spannendste Teil des Tages: Die Überreste einer aus dem Jahr 1906 errichteten, aber nicht fertig gestellten Eisenbahnbrücke, bestehend aus zwei Brückenpfeilern stellte die nächste Herausforderung dar. Über einen Weinberg konnte ein Brückenpfeiler gut erreicht werden, hier musste man nur noch knapp 3 Meter an der Betonwand senkrecht hochklettern, ehe man über die Seilbrückenkonstruktion mit einer Länge von 40 Meter balancieren musste. Auf dem federnden Stahlseil folgte der Blick nicht nur dem nächsten Schritt, sondern auch gut 30 Meter in den Abgrund. Trotz mehrfacher Absicherung, ein nicht alltägliches Unterfangen. Am zweiten Brückenpfeiler angelangt, wartete die für den Tag letzte Mutprobe. Unter fachlicher Anleitung und ausgestattet mit viel motivierenden Zuspruch konnten sich die Rotkreuzhelfer nun selbstständig abseilen. In über 30 Meter Höhe, mit dem Rücken zum Abgrund, Schritt für Schritt über die Kante, bis man festen Boden verlässt und nur noch am Seil hängt: ein atemberaubendes Schauspiel Auch für die mitfiebernden Kollegen am Boden.

Nicht nur die Erfahrung, seine eigenen körperlichen und mentalen Grenzen ausgelotet und auch überwunden zu haben, wird in Erinnerung bleiben, sondern auch die gute Kommunikation untereinander und hohe Verantwortung für seinen Kollegen in angespannten Situationen. Nicht zuletzt den alltäglichen Einsatzanforderungen der Rotkreuzhelfer wird dieser Tag zu Gute kommen.